Im Rapidito nach Uyuni

Eigentlich war ich für den Abend mit Marco auf ein Bier verabredet und wollte mein misslungenes Timelapse nochmal neu machen. Dann aber kam alles anders und es bot sich kurzfristig die Möglichkeit in einem s.g. Rapidito nach Uyuni zu kommen.

Man könnte es auch einen Fernbusersatzverkehr nennen. Dank meiner bolivianischen Freunde erfuhr ich überhaupt erst, dass es diese Option gibt. Um 12:30 wurde ich vom Fahrer des ersten Wagens am Hotel abgeholt und musste mit meinen gut 30kg Gepäck erst einmal ca. 2km laufen bis wir an seinem Auto, einem Toyota mit 630.000km auf der Uhr und Reifen auf der Felge die dem äußeren Anschein nach noch die Erstbereifung sein könnten. Sein bekannten Schleichwege waren aber alle versperrt, also schaute ich mir die Gegend auf GoogleMaps Satellitenbilder an und fand eine „Straße“ welche direkt aus dem Ort heraus auf die Straße nach Potosi führte. Als wir dort waren stellte sich heraus das diese „Straße“ aus lösem Geröll bestand der steil bergab führte und ich mit meinem 4×4 Pickup überlegt hätte dort hinunter zu fahren, da wenn es unten nicht weiter geht definitv kein Hochkommen mehr möglich ist. Der Fahrer zögerte nicht lange und fuhr den Weg hinab, begleitet von ständigen Krach- und Schleifgeräusche durch ständiges aufsetzen kamen wir irgendwie unten an.

Umstieg aus dem ersten Bus, der gänzlich fahruntüchtig war.

Die weitere Fahrt bis Potosi verlief unspektakulär, kurz vor der Stadt stieg ich in ein anderes Rapidito um welches von seinem Bruder gefahren wurde. Vorbei am Flughafen von Potosi versuchten wir die Barrikaden zu umfahren, was jedoch nicht gelang da auch sein bekannter Schleichweg zu war. Also fuhren wir abermals auf abenteuerlichen Schotterpisten durch die Berge hinunter in die Stadt bis zum dortigen Busbahnhof.

Reparatur des Busses, offensichtlich gingen die Bremsen nicht mehr auf.

Dort kaufte ich ein Ticket für die Weiterfahrt nach Uyuni, da jedoch keine Busse in die Stadt kommen ging es erneut mit einem Rapidito weiter, dieses mal ein Pickup der bis zu einer großen Barrikade vor der Stadt fuhr. Dort hieß es wieder aussteigen und mit dem Gepäck bis auf die andere Seite der Barrikade laufen. Nach 30min kam auch schon der Kleinbus der uns nach Uyuni bringen sollte. Als der Beifahrer nach dem Einparken raussprang und schnell dicke Steine hinter jedes Rad legte war dies schon ein ungutes Vorzeichen und als beide dann anfingen etwas an dem Bus mit einem Vorschlaghammer zu „reparieren“, kam ein ungutes Gefühl hinzu, sind auf dem Weg nach Uyuni doch ein paar kleinere Passstraßen zu bewältigen. Nach weiteren 30min kam ein weiterer Bus und alle Fahrgäste mussten umsteigen. Als wir losfahren wollten gingen jedoch die Bremsen dieses Busses nicht auf, so dass die Fahrer erneut begannen an dem Bus zu schrauben. Mit gut einer Stunde Verspätung ging es dann aber doch noch los und wir erreichten Uyuni problemlos um 22:30 Uhr.

Blockade vor Potosi
Ein kleines Mädchen treibt eine Herde Lamas in Richtung Potosi. Als sie sieht das ich sie fotografiere freut sie sich und lächelt in die Kamera.

2 Kommentare zu „Im Rapidito nach Uyuni

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