How to ship a motorcyle to South America

Teil 1: Grundsätzliches

Es dürfte wohl die Frage sein, die mir auf meiner Reise durch Südamerika, sowie Online am häufigsten gestellt wurde. Daher war es auch der erste Satz den ich auf spanisch verstanden habe.

¿Cómo llegaste la motocicleta a Sudamérica?

Im Vorfeld einer solchen Reise beschäftigt man sich ausgiebig mit diesem Thema, ist es doch das wichtigste, dass das Motorrad wohlbehalten und termingerecht am Zielort ankommt.

Bei den diesbezüglichen Recherchen erfährt man schnell, dass es mehrere Wege gibt. Luftfracht, Containerschiff oder Roll On / Roll Off per Schiff mit der Option selbst auf dem Schiff mitfahren zu können. Letzteres ist teuer und kostet viel Zeit, daher werde ich nicht näher darauf eingehen.

Lautet das Wunschziel Südamerika wird man recht schnell Valparaiso lesen. Eine kleine Hafenstadt an der westküste Südamerikas, in Chile, unweit der Hauptstadt Santiago gelegen. Für andere Ziele wie zum Beispiel Anchorage/ Alaska wiederum bietet sich eher die Luftfracht an.

Recht früh wird man auch vor der Frage stehen ob man den Transport komplett alleine organisiert oder ob man eine erfahre Firma beauftragt. Wer nicht vom Fach ist sollte sich einen erfahrenen Partner an die Seite holen.

Nach diversen Telefonaten und Emails mit den verschiedensten Anbietern habe ich mich für

InTime Ham / Olaf J. Kleinknecht

entschieden. Olaf ist Spezialist für den weltweiten Transport von Motorrädern. Da mittlerweile nicht nur Abenteurer und Aussteiger Südamerika mit dem Motorrad bereisen sondern sehr viele Biker die Winterflucht nach Südamerika antreten, organisiert Olaf regelmäßig Sammelcontainer.

sdr

Ausschlaggebend für mich war die Tatsache, dass es bei Olaf hochprofessionell zugeht. Kein wenn und aber, vielleicht und eventuell, sondern man bekommt Fakten genannt mit denen man planen kann. Man sagt wann das Bike drüben sein soll, dann schickt Olaf einem den Speditionsvertrag zu und man bekommt den Abgabetermin genannt. Entweder bringt man das Bike dann selbst nach Hamburg oder lässt es durch InTime Ham daheim abholen. So habe ich es gemacht, da Hamburg nicht mal eben um die Ecke ist.

Jetzt wollt ihr natürlich von mir wissen was der Spaß kostet. Vorweg, ich habe kein besseres Preis- / Leistungsverhältnis finden können und für das Geld das der Transport kostet kann man hier in Chile eine Africa Twin gerade einmal neun Tage, eine R1250GS nur schlappe sieben Tage mieten.

Der Preis hängt aber von einigen individuellen Faktoren ab. Zum einen wäre da die Reisezeit. Reise ich zur Hauptreisezeit und schließe den Vertrag frühzeitig ab ist es günstiger. Dies liegt zum einen daran, dass das Bike dann in einem Sammelcontainer transportiert werden kann und man bei InTime einen Frübucherrabatt bekommt. Will man zu einer anderen Zeit verschiffen oder sein geliebtes Bike lieber in einer Kiste transportieren kostet es natürlich etwas mehr, da sich der Preis nach Volumen berechnet. Daher ist der zweite Faktor im Sammelcontainer die Breite des Bikes, bzw. das Volumen der Kiste. Eine kleiner Einzylinder ohne Koffer ist daher günstiger als eine fette 1200er GS Adventure mit Koffersystem.

Die Abholung vor Ort in Chile ist auch denkbar einfach, da Olaf einen deutschsprachigen Kontakt in Santiago hat, der einem bei den Zollformalitäten zur Seite steht und einen auf Wunsch mit zum Hafen nimmt.

Ein kleiner Hinweis noch, natürlich kann man einen Großteil seines Gepäck schon mit dem Motorrad verschicken und mit kleinem Gepäck fliegen.

Morgen endet mein Motorcycleroadtrip und ich werde mein Motorrad mit Hilfe von Ronny, dem deutschsprachigen Kontakt von InTime Ham, im Hafen abgeben. Um den ganzen Bikern die immer zu mir sagen: „Das würde ich auch mal gerne machen, ABER…… zu teuer, zu kompliziert, zu gefährlich usw. “ zumindest die Bedenken bezüglich der Verschiffung zu nehmen werde ich den morgigen Tag genau protokollieren und das Ergebnis hier präsentieren.

2 Kommentare zu „How to ship a motorcyle to South America

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  1. Immer wieder ist es ein Vergnügen deine Berichte zu lesen und deine fantastischen Fotos zu betrachten.
    Ich wünsche dir eine gute Heimreise und freue mich, dich bald zu Hause wieder zu sehen.

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  2. Das freut mich, dass ich auf diesen Artikel in internationalen AT-Gruppe aufmerksam geworden bin. Wir planen für nächstes Jahr eine Reise nach Südamerika, aber nur für 4 bis 6 Wochen und ich hadere derzeit noch, was für uns bei dieser Zeitspanne die sinnvollere Variante sein wird. Vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen und gute Heimreise!

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