Fotografieren ist für mich ein wesentlicher Bestandteil einer jeden Reise. Daher lege ich Wert auf eine gute Fotoausrüstung.

Nachdem ich jahrelang eine Canon 5d III Vollformat DSLR mit drei Objektiven von 16-200mm + 2x Konverter und Blitz mit mir herumgeschleppt habe, vollzog ich 2017 einen Systemwechsel zu Olympus. Die OM-D E-M 1 Mk2 mit 7-14 f2.8 PRO, 12-40 f2.8 PRO und dem 40-150 f2.8 PRO inkl. 1.4x Konverter und Blitz begleiteten mich auf meiner ersten Südamerika Reise. Eine wirklich gute Kamera mit einer für die Sensorgröße beeindruckenden Bildqualität, was u.a. auch an den wirklich sehr guten PRO Objektiven von Olympus liegen dürfte.

Meine erste Südamerika Reise hat aber gezeigt, das ich in vielen Situationen nicht gewillt bin oder es schlicht und ergreifend einfach nicht geht einen Objektivwechsel zu vollziehen und das Foto irgendwie mit dem gerade aufgesetzten Objektiv gemacht werden muss. Die kostbaren Objektive während der Fahrt sicher vor Beschädigung zu verstauen führt halt auch dazu, dass es relativ zeitaufwendig ist an sie heran zu kommen. 

Daher habe ich mich für die zweite Südamerika Reise dazu entschlossen nur noch ein Objektiv zu benutzen. In Frage kam das Olympus 12-100 f4 PRO, da es einen beeindruckenden Zoombereich von 24-200mm (umgerechnet auf das Kleinbildäquivalent) bei durchgehnder Lichtstärke von f4 hat. ABER der kleine MFT Sensor mit „nur“ f4 lässt dann doch das Freistellungspotenzial gegenüber den f2.8 Linsen enorm sinken, insbesondere im Weitwinkelbereich. 

Nach all den Jahren des Motorradreisens und Fotografierens, was sind die Kriterien für eine gute (Motorrad-)Reisekamera?

  • gute bis sehr gute Bildqualiät, auch im high ISO Bereich
  • guter bis sehr guter Dynamikumfang um die gerade bei Landschaftsaufnahmen großen Unterschiede zwischen hell und dunkel optimal ablichten zu können
  • geringes Gewicht und kleines Volumen der Fotoausrüstung
  • robust, staubdicht, möglichst wasserfest
  • Zoom von Weitwinkel bis zum leichten Tele

Bei meinen Recherchen nach einer Alternative zur Olympus bin ich recht schnell auf die Sony Alpha Serie gestoßen, hier auf die Alpha 7 III. Kompaktes, robustes Gehäuse, Vollformatsensor mit 24MP, guter Bildstabilisator, ein Dynamikumfang von 15 Blendenstufen (die Olympus hat 11). Beim Objektiv fiel die Wahl auf das Sony 24-105 f4 G OSS. 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Zum Vergleich hier nochmal die Ausrüstung die ich letztes Jahr „mitgeschleppt“ habe. 

Fotoausrüstung

Ein Stativ, variabler b+w ND Filter und ein zirkulärer Polarisationsfilter um z.B. Wasserreflexionen herauszufiltern oder den blauen himmel besser darzustellen und eine Funkfernbedienung für Fahraufnahmen dürfen natürlich nicht fehlen. Auf einen Blitz verzichte ich ab sofort.

Momentan überlege ich noch eine kleine Sony RX100 anzuschaffen die ich nutzen kann um in Städten unauffällig zu fotografieren und nicht zu sehr als Touri aufzufallen wenn ich mit der dicken Kamera um den Hals durch die Straßen laufe. Zudem hätte ich dann auch eine gute Kamera die ich bei meinen Radtouren in der Trikottasche mitführen kann.

Natürlich werde ich auch wieder ein paar Videos machen, allerdings dieses mal ohne eine Drohne. Diese habe ich meinen Helfern in Boliven für die Reperatur und Unterstellung der Honda vermacht. Gerne hätte ich eine neue Mavic 2 gekauft, aber die Orte an denen man legal fliegen darf werden immer weniger, so dass sich die Anschaffung für nur eine Reise nicht lohnt.