Die Umbauten am Motorrad sind abgeschlossen!

Seit ich das Motorrad vor gut zwei Jahren gekauft habe, mit dem Hintergedanken damit irgendwann eine größere Reise zu machen, habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, welche Umbauten an dem Motorrad Sinn mach könnten. Es sollte so wenig wie möglich sein, damit nicht unnötig viel Gewicht dazu kommt. Es sollte aber auch ein möglichst guter Schutz vor Beschädigungen durch Umfaller und kleinere Stürze her, sowie eine Steigerung des Komfort und ein praktikable Gepäcklösung.

Bei letzterem gab es von Anfang an keinen Zweifel, Kofferträger und Koffer von Touratech (TT), zum einen weil ich somit die Koffer von meinem letzten Motorrad weiterverwenden konnte und zum anderen weil die Träger von TT meiner Meinung nach die besten am Markt sind.

Die am Markt erhältlichen Topcase haben alle eine unschöne Eigenschaft, es wird eine Trägerplatte benötigt, somit wird der ganze Aufbau sehr hoch und unschön. Zudem kann man die Position nicht frei wählen. Daher habe ich eine sehr billige aber praktische Lösung gefunden. Ein Outdoorcase von B&W wurde direkt auf der serienmäßigen Gepäckbrücke verschraubt. Ob diese Lösung dauerhaft den Belastungen stand hält wird sich zeigen.

Als Tankrucksack verwende ich einen von TT der eigentlich für die BMW R1200GS LC bestimmt ist. Warum? Weil ich ihn noch hatte, er recht groß ist und ich ihn für die Africa Twin passend machen konnte.

Da die ersten Erfahrungen bei Fahrten mit meinem ganzen Gepäck zeigten, dass das original Federbein hoffnungslos überfordert ist, habe ich zunächst eine etwas härtere und 2cm längere Feder verbaut. Dies hat das Fahrverhalten mit Zuladung deutlich verbessert. Sollt sich das Motorrad langfristig bewähren, wird ein komplettes Öhlins Fahrwerk eingebaut.

Auch die Sturzbügel kommen von Touratech, sie schützen die Frontverkleidung und die sich darunter befindlichen Kühler und dienen zugleich als Aufnahme für zwei kleine aber sehr praktische Sturzbügeltaschen von SW-Motech.

Da ich gerne an abgelegenen Orten Zelte und Offraodeinlagen zu jeder Tour dazu gehören war auch eine Seitenständerverbreiterung pflicht, damit das Motorrad auf weichen Böden nicht einsinkt. 20180606AT_nachUmbau_14

Der original Motorschutz ist nur sehr dünn und schützt auch nur den unteren Bereich, nicht aber die bei einem Sturz / Umkipper stark gefährdeten Seiten des Motors. Daher habe ich hier mittlerweile einen massiven Schutz von OnlyBike aus Italien verbaut. Der sieht nicht nur super aus sondern ist der Motorschutz am Markt der den Motor von der Seite am besten schützt.20180606AT_nachUmbau_6

Bezogen auf den Komfort ist die Sitzbank wohl die wichtigste Änderung. Die original Sitzbank war von so schlechter Qualität, dass sie schon nach gut einem Jahr durchgesessen war. Auf Basis der original Sitzbank fahre ich jetzt eine von Junbluth umgesattelte Sitzbank.

Natürlich darf an einem Reisemotorrad auch die Griffheizung nicht fehlen, hier habe ich ein Modell von CLS gewählt, da diese einen Temperatursensor haben und man diese somit nicht ständig rauf und runter regeln muss. Ein weiterer Vorteil dieser Griffheizung ist, dass sich mit dem gleichen Controller auch der Kettenöler von CLS bedienen lässt. Auch ein Kettenöler ist ein nicht zu unterschätzender Komfort.

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Lange Reisen beinhalten zwangsläufig lange Etappen, da die Africa Twin keinen serienmäßigen Tempomat hat, habe ich mir einen mechanischen gegönnt und dazu noch einen s.g. Faulenzer, der die Gashand zusätzlich entlastet.

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Da man recht oft von gebrochenen Scheibenträgern hört, habe ich mir bei einem netten Rumänen eine entsprechende Verstärkung besorg, die dieser in Kleinserie selbst fertigt. Jetzt dürfte mein Garmin Zumo 590 kein Problem mehr für die Scheibenhalterung, an der er befestigt ist, sein.

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Um Schäden bei kleineren Stürzen und Umfallern vorzubeugen wurden die serienmäßigen Handschützer durch welche von Barkbusters ausgetauscht, die einen massiven Metallbügel haben. Zudem mussten die original Spiegel einklappbaren weichen. Im Gelände werden diese nach innen geklappt und brechen bei Stürzen nicht so schnell ab. Da das Gewinde des rechten Außenspiegels direkt am Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit sitzt können hier schnell irreparable Schäden enstehen, ganz zu schweigen davon das man bei einem Sturz daran hängen bleiben und sich die Handgelenke verletzen kann.

Da die Reichweite mit ca. 350km für die großen Entfernungen in Südamerika nicht ausreichend ist, habe ich einen kleinen Reservekanister samt Halterung an einem Koffer befestigt. Trotzdem werde ich hin und wieder nicht drum herum kommen noch weitere Kanister mitzuführen. Leider ist der 30L Safaritank noch nicht in Deutschland erhältlich. Auch diesen werde ich noch nachrüsten, wenn sich das Motorrad auf der kommenden Reise bewährt.

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Als letztes möchte ich auf meinen hohen Frontkotflügel zu sprechen kommen. Diesen an meinen TT Sturzbügel anzupassen hat mich viele Stunden und noch mehr Nerven gekostet. Auch die Gabelschützer erwiesen sich als alles andere als passgenau und mussten geändert werden. Da der Kotflügel nicht mit der normalen Bremsleitung kombinierbar ist, wurden auch noch neue Stahlflexbremsleitungen verlegt. Auch dabei gingen deutlich mehr Zeit und Nerven drauf wie geplant. Hätte ich gewusst wie viel Zeit und Nerven mich das Teil kostet hätte ich es wohl nicht gekauft, brauchen werde ich ihn wahrscheinlich / hoffentlich eh nicht und wenn ich ehrlich bin ist der eigentlich Grund warum ich ihn gekauft habe, dass er mir gut gefällt.

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